Oontz Angle 3 im Test

Der Oontz Angle 3 (in der mittlerweile dritten Generation) verdient sich auf den ersten Blick Pluspunkte dadurch, dass er klein und tragbar ist, aber kann darüber hinaus leider nicht viel mehr bieten. Es stellt eine anständige Budget-Option dar, aber wenn ihr nach guter Klangqualität oder Lautstärke suchen, solltet ihr euch anderswo umsehen und wahrscheinlich auch etwas mehr ausgeben.

Obwohl unser erster Eindruck also alles andere als positiv ausgefallen ist, werden wir in den folgenden Absätzen versuchen ein möglichst neutrales Bild beizubehalten. Dabei zeigen wir euch die Stärken und Schwächen des durchaus populären Bluetooth Lautsprechers auf und verraten, für wen sich der Kauf letztendlich doch lohnen könnte.

Technische Details

Beginnen wir unsere Ausführung doch mit der Akkulaufzeit, die für einen mobilen Lautsprecher einen wichtigen Kaufgrund darstellt: Der Oontz Angle 3 hielt in unserem Akku-Test 15,5 Stunden durch und übertraf damit die Herstellerangabe um mehr als 3 Stunden! Dies deckt fast alle wachen Stunden an einem normalen Tag ab, so dass die Chancen gut stehen, dass dies mehr als genug bietet – es sei denn, Ihr wollt den Oontz Angle 3 auf eine längere Wanderung über mehrere Tage mitnehmen. Für eine alltägliche Nutzung sollte dies jedoch mehr als ausreichend sein.

Darüber hinaus verspricht der Hersteller auf der offiziellen Webseite eine Bluetooth Reichweite von über „100 feet“ – was in nicht-amerikanischen Maßeinheiten circa 30,5 Metern entspricht. In unserem Test waren allerdings nach 15 Metern Schluss – was zwar nicht schlecht ist und dem aktuellen Standard entspricht, doch einfach nicht der Herstellerangabe genügt. Zudem finden wir es schade, dass so sparsam mit Informationen zur Empfindlichkeit, dem Frequenzbereich und ähnlichen Details umgegangen wird. Andere Hersteller sind diesbezüglich wesentlich informativer.

Die technischen Daten

Frequenzbereichk.A.
LautsprechertypWireless Lautsprecher
VerbindungsartBluetooth 4.2
Bluetooth ReichweiteBis zu 30 Metern
FernbedienungJa (am Lautsprecher)
Integriertes Mikrofonnein
Nennimpedanzk.A.
Empfindlichkeitk.A.
Gewichtca. 266 Gramm
Maße135 x 67 x 64
Treibergrößek.A.
SchutzartIPX5
Akkulaufzeitca. 15,5 Stunden
Ladezeitca. 2,5 Stunden
Der Oontz Angle 3 ist in sechs verschiedenen Farben erhältlich.
Der Oontz Angle 3 ist in sechs verschiedenen Farben erhältlich.

Design und Bedienung

Die Nutzbarkeit ist ein Bereich, in dem der Oontz Angle 3 glänzt. Mit nur etwas über 260 Gramm ist der Oontz Angle 3 einer der leichtesten Bluetooth Lautsprecher seiner Größe. Die IPX5-Einstufung garantiert, dass er auch von kräftigen Wasserspritzern nicht zerstört wird, aber ein vollständiges Untertauchen übersteht er nicht – Nieselregen übersteht er also, unter die Dusche sollte er jedoch nicht unbedingt. Dank seiner geringen Größe lässt er sich im Notfall jedoch auch einfach in eine Tasche oder einen Rucksack stecken, um ihn vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Das Design ist natürlich eine Sache des eigenen Geschmacks, doch die Dreiecks-Idee gefällt bereits auf Grund der größeren Standfläche echt gut. Die wenigen Bedienelemente an der Außenseite überzeugen, werden in der Regel jedoch nicht häufig eingesetzt werden – schließlich erfolgt die Steuerung besser und schneller über Smartphone und Co. Wir sind zudem positiv von den insgesamt sechs verschiedenen farblichen Optionen überrascht, die ein wenig Individualität garantieren.

Klangqualität

Der Oontz Angle 3 konnte in unserem Klangqualitätstest leider nicht überzeugen. Der Lautsprecher ist lauter und etwas klarer als die eingebauten Lautsprecher des Smartphones, kann aber nicht mit den meisten anderen, leistungsfähigeren Lautsprechern, die wir getestet haben, mithalten.

Die Bässe klingen recht dünn und schwach und die Höhen nehmen oft eine statische Qualität an, besonders bei höheren Lautstärken und Tonhöhen. Wenn ihr euch keine Gedanken über die Klangqualität machen wollt und nur eine preiswerte Möglichkeit sucht um zum Beispiel die Musik auf dem Smartphone zu verstärken, so ist die Klangqualität gerade noch akzeptabel. Aber diejenigen, die ein raffiniertes Hörerlebnis suchen, werden vom Oontz Angle 3 schwer enttäuscht werden.

Leider genügt die Lautstärke nicht unseren Ansprüchen.

Leider ungenügend – Die Lautstärke

Auf Grund seiner geringen Größe kämpft der Oontz wirklich damit, hohe Lautstärken zu erreichen. Dementsprechend niedrig fällt unsere Bewertung in diesem Bereich aus. Zwar kann der Oontz Angle 3 noch immer lauter als die eingebauten Lautsprecher eines Smartphones klingen, allerdings beginnt die Musik schnell blechern zu wirken, wenn die Lautstärke aufgedreht wird.

Bei der höchsten Lautstärke, die nicht zu einem schrillen Angriff auf unsere Ohren führte, konnte der Oontz Angle 3 unsere Testwohnung größtenteils mit Klang füllen, aber wenn wir weit vom Lautsprecher entfernt standen konnte die Musik in den normalen Umgebungsgeräuschen schnell untergehen. Insgesamt ist er laut genug für eine kleine Gruppe von Personen, die nahe am Lautsprecher sitzen, aber er hat eben nicht genug Power für eine große Party.

Fazit

Der Oontz Angle 3 ist für etwas unter 60€ gelistet. Wer hingegen 10€ mehr investiert und zum Anker SoundCore Falre Plus (zu unserem Test) greift, der bekommt bereits ein merkliches Upgrade in Puncto Klangqualität. Sollte er jedoch einmal im Angebot sein, so mag sich der Kauf dennoch lohnen – einfach und alleine deshalb, weil er gerade für Kinder und Jugendliche einfach eine preisgünstige Alternative darstellt und dann seinen Zweck erfüllt.

Letztendlich ist der Oontz Angle 3 also ein anständiger Lautsprecher für alle, denen die Klangqualität egal ist und die ein kleines Budget zur Verfügung haben. Wer hingegen durchaus etwas mehr investieren möchte, der sollte einen Blick auf die verschiedenen Alternativen wie den Ultimate Ears Boom 2 werfen.

Oontz Angle 3

7.8

Preis-Leistungsverhältnis

7.0/10

Sound

6.5/10

Verarbeitung

9.0/10

Handhabung

8.5/10

Optik

8.0/10

Pros

  • solide Grunddynamik
  • sechs Farbvarianten
  • ordenltiche Akkulaufzeit

Cons

  • Bass recht schwach
  • maximale Lautstärke schlecht
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Author: Soundfans

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