Acer Predator Galea 300 Gaming Headset im Test

Das taiwanesische Unternehmen Acer ist mit seiner „Predator“ Reihe gerade in Gamer-Kreisen bekannt, gehören hierzu doch unter anderem Gaming-Mäuse und -Pads sowie hochwertige Gaming-Monitor und -Laptops. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Angebot rund um Peripherie weiterhin ausgebaut wird, wodurch bereits 2018 das Acer Predator Galea 300 auf den Markt gebracht wurde. Das Headset soll dabei sämtliche Wünsche der Kunden erfüllen und im Bereich für Gaming-Kopfhörer unter 100€ die Konkurrenz ausstechen.

Ein guter Grund für uns, das Gerät einmal auf Herz und Nieren zu überprüfen und genau herauszufinden, auf was genau sich potentielle Nutzer hier eigentlich einlassen. Unsere Erfahrungen und Ergebnisse könnt ihr im folgenden Test nachlesen.

Technische Details

Viele Hersteller von Gaming Headsets geben gerne einen möglichst breiten Frequenzbereich an und auch Acer stellt hier keine Ausnahme dar: Mit 20 bis 20.000 Hertz sollte das Predator Galea 300 sowohl im Hochton- als auch im Tieftonbereich eine eigentlich echt gute Leistung erbringen. Doch gerade im tieferen Tonbereich sind diese Angaben selbst im Labor nur schwer vorstellbar. Wesentlich realistischer wäre eine Angabe von ~60 Hertz. Die Nennimpedanz fällt mit 16 Ohm recht niedrig aus, hat natürlich auf die Leistung nur einen bedingten Einfluss. Die Treiber haben mit 40 Millimeter eine sinnvolle Größe, bestehen aus einer „Bio-Cellulose-Einheit“ (inklusive Gummiumrandung) und bieten ordentlich Power. Für den Klang sorgt dann die hauseigene TrueHarmony Technologie mit 3D Soundscape.

Für einen einfachen Anschluss verwendet der Kopfhörer einen vergoldeten 3,5 Millimeter Klinkenstecker, der natürlich nicht nur am Computer verwendet werden kann, sondern eigentlich überall dort funktionieren sollte, wo ein entsprechender Anschluss vorhanden ist – also auch am Tablet oder Smartphone. Schade ist jedoch, dass es keinen zusätzlichen USB-Anschluss gibt, denn gerade für ein Gaming-Headset ist ein USB-Anschluss mit Plug-in-and-Play (inklusive automatischer Installation der Software) sinnvoll.

Das Mikrofon wurde mit einem Bügel an der linken Kopfhörerseite angebracht und lässt sich leider nicht einfahren, punktet dafür doch mit einer omnidirektionalen Wiedergabe gesprochener Worte.

Die technischen Daten

Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hertz
Kopfhörertyp Over-Ear
Verbindungsart 3,5 mm Klinkenstecker
Kabellänge k.A.
Inline-Fernbedienung Nein
Integriertes Mikrofon Ja
Nennimpedanz 16 Ohm
Empfindlichkeit k.A.
Gewicht ca. 440 Gramm
Treibergröße 40 Millimeter
Optisch zeigt sich das Acer Predator Galea 300 recht zurückhaltend.

Lieferumfang und Verarbeitung

Der Lieferumfang fällt denkbar knapp aus, denn außer dem Headset und ein paar Zetteln mit Informationen zur Rückgabe und Sicherheitshinweisen sind keine weiteren Zusätze enthalten. Es wird auch direkt klar, dass es sich bei diesem Gaming-Headset nicht um ein Modell handelt, das für einen mobilen Einsatz oder einem regelmäßigen Transport gedacht ist. So fehlt nicht nur eine Transporttasche im Lieferumfang, sondern das Mikrofon lässt sich nicht einziehen und auch die Lautsprecher lassen sich nicht – im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten – nach Innen klappen. Das Headset wurde also tatsächlich nur für einen stationären Einsatz konzipiert, sodass weitere Inhalte auch überhaupt nicht notwendig sind.

Die Verarbeitung ist fehlerfrei, auch wenn die Materialwahl nicht überall die höchste Qualität aufweist. Während der Kunststoff am Bügel, Mikrofon und an den Außenseiten der Lautsprecher durchaus stabil ist und gleichzeitig eine gewisse Flexibilität bietet, so ist der größte Kritikpunkt hier ganz klar das Material am Polster. Das Polster selbst hat eine angenehme, nicht zu weiche Haptik. Der Überzug hingegen besteht aus einem recht dünnen Stoff-Kunststoff-Gemisch, das so wirkt, als ob es gerade bei einer längeren Nutzung schnell Auflösungserscheinungen hat. Hier wäre Kunstleder wohl die bessere Wahl gewesen.

Design und Tragekomfort

Aus rein optischer Sicht zeigt sich das Acer Predator Galea 300 Gaming Headset recht konservativ, wird es doch nur in einem klassischen Metallic-Schwarz vertrieben. Als einziges Highlight wurde das Acer Predator Logo auf die Außenseiten der Kopfhörer in Silber aufgedruckt, doch darüber hinaus wirkt das Headset einfach etwas zu unscheinbar. Es gibt keine Lichteffekte oder sonstigen Eye-Catcher und steuert damit ein wenig gegen den aktuellen Trend im Bereich „Gaming Headsets“. Das muss natürlich nicht schlecht sein und wer ein einfaches, unauffälligeres Design bevorzugt, der dürfte mit diesem Modell sicher zufrieden sein.

Beim Tragekomfort gibt es eigentlich keinerlei Probleme zu melden, denn auch wenn die Materialwahl für den Polsterüberzug nicht optimal sein mag, so stört dies doch nicht den Komfort. Der Bügel passt sich automatisch der Kopfgröße an und das Mikrofon lässt sich dank des elastischen Bügels noch ein wenig besser in Position bringen. Allerdings könnte es den einen oder anderen Nutzer durchaus stören, dass sich das Mikrofon nicht einfahren oder abnehmen lässt, sodass es immer irgendwie vor dem Gesicht hängt – selbst wenn es gerade nicht gebraucht wird.

Ein klarer Negativpunkt ist das Fehlen einer integrierten Fernbedienung. So lässt sich die Lautstärke nicht direkt am Headset anpassen, sondern muss immer über das Endgerät verwaltet werden. Darüber hinaus ist es auch nicht möglich, einfach mit einem kurzen Druck das Mikrofon auszuschalten. Dies muss ebenfalls immer über das Endgerät durchgeführt werden, was unnötig kompliziert und tatsächlich nicht immer einfach ist.

Klangqualität

Klanglich dürfen hier keine Wunder erwartet werden, doch letztendlich wurde das Headset ja auch nicht für HD-Genuss entwickelt, sondern soll vor allem beim Gaming überzeugen und darüber hinaus die Medienwiedergabe (Filme, Musik, YouTube Videos, etc.) übernehmen. Tatsächlich kann es in diesem Bereich auch eine gute Leistung überbringen, denn die Mitten wirken klar, der Bass bringt guten Druck mit sich und auch die Hochtöne sind vollkommen in Ordnung, solange sich alles in einem gewissen Rahmen bewegt. Das Mikrofon ist übrigens ebenfalls ordentlich, wenn auch hier keine Höchstleistungen geboten werden.

Wer allerdings nach Schwächen suchen möchte, der wird diese auch schnell finden. Gerade bei hohen Lautstärken beginnen die Töne schnell zu übersteuern und der Bass kommt ebenfalls schnell an seine Grenzen. Die Hochtöne haben hier länger gute Leistung geliefert als erwartet, doch auch hier gibt es klare Leistungsgrenzen.

Letztendlich geht die Klangqualität also für den angedachten Zweck in Ordnung, darüber hinaus hält sich die Leistung jedoch einfach in Grenzen.

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Fazit

Das Acer Predator Galea 300 Gaming Headset wird als recht günstiges Gaming-Headset vertrieben und bietet für den vergleichsweise niedrigen Preis eine überzeugende Leistung. Der Klang ist okay und für den Gaming-Bereich absolut ausreichend, die Verarbeitung ist gut und auch die Technik ist im Rahmen dessen, was erwartet werden darf. Natürlich gibt es auch einige negative Punkte, allen voran die fehlende Fernbedienung am Kabel sowie die nicht optimale Materialwahl des Überzugs der Polsterung. Doch wer über diese Schwächen hinweg sehen kann und möchte, der bekommt hier ein gutes Gaming-Headset geboten, das dank Klinke-Stecker nicht nur am PC, sondern auch an anderen Endgeräten verwendet werden kann.

Acer Predator Galea 300

8.4

Preis-Leistungs-Verhältnis

8.7/10

Sound

8.0/10

Verarbeitung

8.1/10

Tragekomfort

8.8/10

Optik

8.5/10

Pros

  • Guter Tragekomfort
  • Erfüllt erwartete Klangleistung
  • Klinkenstecker vorhanden
  • Gute Mikrofonleistung

Cons

  • Kein USB-Anschluss
  • Materialwahl für Polsterungsüberzug nicht optimal
  • Keine Inline-Fernbedienung vorhanden
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Author: Soundfans

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